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Eine kleine Statistik:
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Reiseziel:
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Mittelwesten |
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Reisedatum:
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Mai - Juni 2000 |
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besuchte Bundesstaaten:
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Illinois, Wisconsin, Minnesota, South Dakota, Wyoming, Montana, Idaho, Utah, Nevada, Arizona, New Mexico, Colorado, Kansas, Missouri |
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Sehenswürdigkeiten:
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Chicago, Prärie, Corn Palace, Badlands, Black Hills, Mount Rushmore, Yellowstone Ntl. Park, Salt Lake City, Arches Ntl. Park, Capitol Reef Ntl. Park, Grand Staircase Escalante, Bryce Canyon Ntl. Park, Las Vegas, Hoover Dam, Grand Canyon Ntl. Park, Meteor Crater, Petrified Forrest Ntl. Park, Santa Fe, Abilene, President Eisenhower Memorial, Topeka, Kansas City, Jefferson City, St. Louis, Gateway Arch, President Licoln Memorial, Amish County |
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gefahrene km:
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ca. 9000 |
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Wertung:
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Heartland USA |
| Die Reiseroute: |
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Der Reisebericht: |
| Ankunft Chicago - Chicago
- Wisconsin, Minnesota, South Dakota - Badlands,
Mt. Rushmore - Yellostone Ntl. Park - Yellowstone
Ntl. Park 2, Salt Lake City - Arches Ntl. Park
- Capitol Reef Ntl. Park, Bryce Canyon Ntl. Park
- Las Vegas 1 - Las Vegas 2
- Grand Canyon, Meteor Crater - Petrified
Forrest, Santa Fe - Colorado Springs -
Kansas, Abilene - Topeka, Kansas
City - Jefferson City, St. Louis - Springfield,
Decatur - Peoria, Joliet - Chicago
Heimreise Die Fotos zur Reise |
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1. Tag: 7.5.2000, Meilenstand: 1.416 |
| 2. Tag: 8.5.2000, Meilenstand:
1.500 Die Nach verlief Jetlag-typisch; schlecht geschlafen und bereits um 4:00 Uhr morgens wach geworden - ich habe versucht weiterzudösen, was mir aber nur bis 5:30 Uhr gelang. Dann sind wir aufgestanden und stellten fest, dass auch bereits meine Eltern wach waren, welche uns auf dieser Reise begleiteten. Auch sie hatten Probleme mit dem Jetlag. So haben wir die Zeit genutzt und haben zum frühestmöglichen Zeitpunkt gefrühstückt. Als erstes mussten wir mal für Reiseproviant sorgen um nicht immer auf Restaurants und Fastfood angewiesen zu sein. Bei Jewel's wurden wir fündig und kauften alle Dinge ein, die man so bei einer Reise braucht. Unter anderem kauften wir auch eine Styroporkühlbox für ein paar Dollar, die uns noch sehr gute Dienste leisten sollte. Heute wollten wir ganz Chicago besichtigen und so fuhren wir wieder Richtung Downtown. Einen Parkplatz bekamen wir in der Nähe des Chicago River, den wir auch als erstes besuchen wollten. Wir machten mit einem Sightseeingboot eine schöne Bootsfahrt auf dem Chicago River, der durch eine Schleusenanlage vom Lake Michigan getrennt ist. Die Fahrt führte vorbei an allen bekannten und eindrucksvollen Bauten in Chicago und man konnte wirklich tolle Fotos machen. Dann führte die Fahrt durch die Schleuse hinaus auf den See, wo man die ganze Skyline genießen konnte. Diese Fahrt kann ich wirklich nur jedem empfehlen. Die ganze Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden. Wir entdeckten die Stadt weiter zu Fuß und suchten uns den Weg zur City Hall. Nachdem wir sie schließlich gefunden hatten, musste ich wieder mal eine Foto der Serie "Eva-Maria und die Fahrradcops" machen. Ich weiß nicht, warum meine Frau so auf diese Fahrradpolizisten steht. Vor der City Hall selbst steht eine sehenswerte Skulptur, allerdings weiß ich nicht, was sie darstellt. Die City Hall selbst ist innen hohl und im Keller dieses Gebäudes befinden sich viele Themenrestaurants. Hier findet man für jeden Geschmack etwas - sei es italienisch, amerikanisch, thailändisch, chinesisch, japanisch, etc. Hier nahmen wir auch ein kleines Mittagessen zu uns. Weiter ging unsere Tour durch die Stadt vorbei am Richard J. Daley House, wo mehrere Künstlergruppen Performances aufführten, die wir uns kurz ansahen. Nach einer Stunde unterwegs in der Stadt landeten wir schließlich wieder beim Auto. Wir entschieden uns nicht mehr länger downtown herumzuirren und kehrten deshalb zurück ins Motel. Um 15:30 Uhr war der Tag noch zu jung um uns schon zur Ruhe zu begeben. Ganz in der Nähe unseres Motels lag eine Shoppingmall, die auf unsere Besichtigung wartete. Wir waren allerdings nicht sehr ambitioniert beim Shopping, da uns die Füße vom vormittag schon weh taten. Nach geraumer Zeit hatten wir somit genug und wollten lieber nochmals zu Jewel fahren um das Abendessen für den heutigen Abend zu besorgen. Einen Restaurantbesuch wollten wir uns nicht gleich am ersten Tag antun. Das Abendessen fand dann entsprechend früh statt. Zum Relaxen suchte ich noch den hauseigenen Pool sowie das Jacuzzi des Motels auf. Es war wirklich sehr angenehm und machte mich so richtig müde für die Nacht. zum Seitenanfang |
| 3. Tag: 9.5.2000, Meilenstand:
1.570 Die Nachwirkungen des Jetlag sind auch heute am dritten Tag noch zu merken - alle waren bereits um 5:20 Uhr wach und aus den Federn. Wir packten nach den Morgenzeremonien unsere Koffer, befüllten das Auto und warteten bis wir endlich um 6:00 Uhr frühstücken konnten. Das Frühstück bestand wie auch am Vortag aus Donuts und superheißem Kaffee. Man muss immer höllisch aufpassen keine Verbrennungen dritten Grades zu bekommen. Dann ging es los - an diesem Tag stand uns vermutlich eine der längsten Wegstrecken der ganzen Reise bevor, denn wir wollten möglichst weit in den Westen kommen. Das Wetter war an diesem Tag nicht besonders und eine Stunde lang auf dem Weg Richtung Wisconsin begleitete uns teilweise heftiger Regen. Dieser hörte jedoch kurz vor der Grenze auf. Nach der Staatsgrenze besuchten wir gleich das Visitor Center um uns mit Kartenmaterial einzudecken bzw. um den menschlichen Bedürfnissen auch Raum zu geben. Die Damen an der Information waren sehr nett, doch alle machen das anscheinend ehrenamtlich, denn alle waren schon sehr betagt. Die Fahrt ging weiter und nach weiteren 2 bis 3 Stunden Fahrt erreichten wir die nächste Staatsgrenze - nämlich die zu Minnesota. Beide Staaten werden durch den Mississippi getrennt und durch eine große Autobahnbrücke verbunden. Wir machten Halt um ein paar Fotos bzw. Filmmeter vom Mississippi zu bekommen. Weiter ging die Fahrt und schön langsam meldete sich auch der Hunger. Bei einer der nächsten Abfahrten fuhren wir raus und blieben in der Nähe eines Lokales stehen, wo wir uns Brote schmierten. Die Gegend veränderte sich leicht. Nachdem es nach der Mississippi Passage steil bergauf gegangen war und in der Folge flach hügelig war, wurde nun die Gegend zusehends flacher und man sah etliche versteute Bäuernhäuser in der Gegend herumstehen. Landwirtschaft war für diesen Teil des Bundesstaates Minnesota sehr prägend. Die Gegend veränderte sich auch nicht, als wir die dritte Staatsgrenze an diesem Tag überquerten. Unspektakulär war der Übergang nach South Dakota. Die Gegend blieb die gleiche. Die Fahrt ging noch bis in die Kleinstadt Mitchell, die ich im Reiseführer entdeckt hatte, denn dort gab es den sogenannten Corn Palace - ein Gebäude das gänzlich aus Maiskolben errichtet und auch mit diesen geschmückt wurde. In Mitchell nahmen wir uns ein Motelzimmer im Best Western. Nach dem Check-in fuhren wir zum Corn Palace um ihn zu bestaunen. Danach bestaunten wir noch den ortsansässigen Supermarkt um unser Vorräte wieder auf Vordermann zu bringen. Abends hatten alle Lust auf kräftiges Essen. Gleich gegenüber befand sich ein Steak House, dass wir am Abend frequentierten. Die Steaks waren zwar nicht gerade die besten die ich jemals gegessen hatte, waren aber in Ordnung - allerdings das Bier war gut. Zu vergessen ist überall das Wasser, denn das schmeckt nur nach Chlor. Mit vollem Magen fielen wir zufrieden in die Betten. Morgen war nochmals ein starker Tag. zum Seitenanfang |
| 4. Tag: 10.5.2000, Meilenstand:
2.180 Auch heute sprangen wir wieder früh aus den Federn (5:30 Uhr) und waren in der Folge dementsprechend früh "on the road". Nach ca. einer Stunde Fahrzeit überfuhren wir eine Zeitzonengrenze und haben somit eine Stunde an Zeit gewonnen. Wir überquerten den Missouri und dannach änderte sich auch wieder die Landschaft etwas um uns herum. Vom flachen Land wechselte die Umgebung in hügeligen Prärieland. Um kurz nach 9:00 Uhr erreichten wir den Badlands National Park. Am Eingang legten wir uns einen Nationalpark Pass um $ 50 zu, der uns ab sofort zur Einfahrt in alle Nationalparks berechtigen sollte. Ein kurzes Stück nach dem Eingang ist auch bereits der erste Aussichtspunkt in den Badlands, den wir gleich für erste Fotos und Filmmeter nutzten. Die Badlands bestehen in der Hauptsache aus durch den Regen ausgewaschenen Gesteinsformationen, in der Hauptsache Sandstein. Die Fahrt ging weiter durch den ganzen Park. Insgeheim hofften wir auch ein paar Büffel zu sehen, doch diese Erwartung wurde leider enttäuscht. Insgesamt gesehen, hat uns dieser Nationalpark wirklich sehr gut gefallen - er steht im krassen Gegensatz zur umgebenden Prärielandschaft. Wer hier vorbeikommt sollte ihn keinesfalls auslassen. Nach dem Verlassen des Parks ging die Fahrt weiter Richtung Rapid City; dort über die R16 in die Black Hills, wo die nächste Attraktion schon auf uns wartete. Hier befinden sich die wirklichen Großschädel - nämlich die von Mt. Rushmore. Ich hatte zwar schon Bilder der Präsidenten gesehen, konnte mir die Szenerie aber noch nicht so richtig vorstellen. Dort angekommen war ich dann doch überwältigt von der Große der heraus gemeißelten Köpfe. Von der Besucherplattform aus hat mein einen guten Blick auf die gesamte Szenerie. Nachdem die Fotos geschossen waren und auch das verspätete Mittagessen im Magen versorgt war, ging es weiter. Ganz in der Nähe von Mt. Rushmore entsteht ein weiteres Denkmal in Stein. Hier möchte man den reitenden Häuptling "Crazy Horse" verewigen. Allerdings sieht man noch nicht wirklich viel und deshalb sind wir gar nicht in das Areal hineingefahren um uns den happigen Eintrittspreis zu ersparen. Unsere Fahrt führte uns weiter Richtung Custer, von dort weiter nach Moorcroft und wieder auf dem Freeway gelangten wir schließlich in den nächsten Bundesstaat - nach Wyoming, einem der dünn besiedelsten Bundesstaaten, der dafür nicht mit landschaftlichen Reizen geizt. Buffalo selbst ist eine kleine Stadt am Schnittpunkt zweier Freeways. Dort fielen wir im neuen Motel6 ein, dass erst vor ein paar Wochen eröffnet hatte. Der Geschäftsführer war sehr erfreut Österreicher zu treffen und gab gleich einmal seine Deutschkenntnisse zum besten, die er sich in der Volkshochschule angeeignet hatte. Abends fuhren wir in den Supermarkt, wo wir auch durch unsere Sprache auffielen und fast die gesamte Belegschaft des Marktes zusammenlief um uns zu bestaunen. In der Folge gingen wir zu Pizza-Hut, kauften uns jeweils zwei Riesenpizzas und genossen diese dann im Motel. Die Dinger waren so groß, dass auch noch am nächsten Tag einmal Essen davon abfiel. Den Abend verbrachten wir im Motel. zum Seitenanfang |
| 5. Tag: 11.5.2000, Meilenstand:
2.690 Um 5:30 Uhr waren wir schon wieder aus den Federn. Draußen war es bitterkalt und es hatte leicht geschneit und das ausgerechnet heute, wo wir in den Yellowstone National Park wollten. Die Fahrt führte über den ersten Gebirgspass nach Worland (ein kleines Nest in Wyoming mit Bergbau) - von dort ging es weiter nach Cody, wo wir uns im Supermarkt ein frisches Grillhenderl gönnten. Die Stadt selbst ist eher touristisch angehaucht und nicht ganz meine Kragenweite. Von dort an ging es wieder bergauf zum Yellowstone National Park. Am Eingang wurden wir gefragt, ob wir Winterreifen drauf haben, denn der Park ist tief verschneit. Wir hatten keine Ahnung, ob wir die geeigneten Pneus aufgezogen hatten. Die Parkangestellte verließ daraufhin ihre kleine Bude und prüfte unsere Reifen und gab das ok. Was für ein Glück, sonst hätten wir nicht reingedurft. Glücklicherweise fuhr gerade ein Schneeräumfahrzeug vor uns dahin und wir hatten eine halbwegs schöne Straße über den Pass. Auf der Passhöhe türmten sich ca. 3 Meter hohe Schneewände neben uns. Damit hatten wir nicht gerechnet. Wieder im Tal machten wir kurz Halt am Lake Yellowstone der noch völlig zugefroren war. Unweit unseres Halteplatzes sahen wir die ersten Bisons - es sollten noch mehr werden. Die Straße zum South Entrance war noch gesperrt, was aber nicht weiter störte, da wir ohnehin nach Norden wollten. Beim ersten blubernden Schlammloch (Mud Volcano) blieben wir stehen und machten eine Rundgang - auf diesem Rundgang waren wir einem Bison bis auf 10 Meter nahe gekommen - was für kolossale Tiere. Weiter ging es zum Grand Canyon of Yellowstone. Von der rechten Seite aus hat man einen super Überblick über diesen Taleinschnitt und auf den Yellowstone Fall. Der weitere Weg ging zu den Mammoth Hot Spring und den Sinterterrassen. Die kaskadenartigen Sinterterrassen waren 1992 viel schöner als jetzt. Laut Auskunft hat der Park seit Jahren Probleme mit der Niederschlagsmenge und so scheint es als ob diese schöne Attraktion austrocknen würde. Auf dem Rückweg sahen wir wieder jede Menge Bisons, die die freie Straße zur Fortbewegung nutzten, denn das ging viel energiesparender als sich durch den hohen Schnee zu quälen. Auch ein frisch gesetzes Bisonkalb bekamen wir zu Gesicht. Wir verließen für heute den Park gen Westen bei West Yellowstone und fuhren zu unserem Motel, dass wir bereits vorreserviert hatten. Im Motel klappte alles bestens und der Abend wurde hier verbracht. zum Seitenanfang |
| 6. Tag: 12.5.2000, Meilenstand:
3.048 Tagwache: 6:15 Uhr - draußen ist es noch immer frostig. Nach dem Beladen unseres Van fuhren wir die paar Meilen zurück nach West Yellowstone, wo wir in einem Coffeeshop unser Frühstück zu uns nahmen. Diesesmal eines der amerikanischen Art mit Hash Browns, Speck und Eiern - für einen gesunden Start in den Tag. Danach fuhren wir wieder in den Park um auch die restlichen Attraktionen zu besichtigen. Old Faithful fehlte uns noch auf unserer Liste. Bei der Ankunft am Parkplatz konnte man schnell erkennen, dass wirklich nicht viele Touristen unterwegs waren - es standen nur ein paar Autos herum und Menschen waren auch nicht zu sehen. Beim Visitor Center gibt es eine Anzeige, die ungefähr angibt, wann der nächste Ausbruch zu erwarten ist. Leider ist Old Faithful seit geraumer Zeit nicht mehr so zuverlässig wie früher, aber trotzdem noch ziemlich berechenbar. Wir mussten ungefähr eine halbe Stunde warten, bis das Spektakel begann. Der Ausbruch war sehr schön, was aber auch an der malerischen Winterkulisse lag, die uns umgab. Nachdem dieser Punkt abgehakt war auf unserer Liste, konnten wir wieder zurückfahren und den Park bei West Yellowstone verlassen. Leider war die Route nach Jackson Hole via Südausgang noch gesperrt und deshalb mussten wir so fahren. Ich kannte die Strecke die vor uns lag bereits von meiner Reise 1992. Nach zwei- bis dreistündiger Fahrt machten wir erstmals Halt in St. Anthony, wo wir eine kleine Bibliothek fanden, wo wir unsere Emails versenden konnten. Der freundliche Officer öffnete extra etwas früher für uns. Nachdem der Briefverkehr abgeschlossen war fuhren wir weiter über Idaho Falls und Pocatello bis wir am Nachmittag Salt Lake City erreichten. Dort quartierten wir uns im Motel 6 ein, dass verkehrstechnisch sehr günstig im Zentrum lag, aber trotzdem halbwegs ruhige Lage bot. Eine Besichtigungstour in Downtown stand nun auf dem Programm. Wir fuhren mit dem Wagen hoch zum Kapitol, wo man erstens einen tollen Überblick über die Stadt hat und zweitens auch einen Parkplatz findet. Wir gingen den Capitol Hill hinunter zum Temple Square um die Mormonenkirche zu besichtigen sowie das Tabernacle. Dort setzte ich mich wieder hinein um den Kostproben des Mormonenchores zu lauschen, die hier in gewissen Abständen gespielt werden. Meine Eltern wurden in der Zwischenzeit in ein Gespräch mit deutschsprechenden Mormonen verwickelt, die sehr freundschaftlich und nett verlief. Genau gegenüber des Temple Square steht ein Einkaufszentrum, wo man im Untergeschoss eine Menge an Restaurants findet. Da wir schon ziemlich Kohldampf hatten nutzen wir dieses Angebot intensiv und kosteten uns durch die breite Palette der dargebotenen Speisen. Mein chinesisches Essen war ziemlich scharf, aber wirklich gut. Danach war es wieder Zeit in unser Motel zurückzukehren. Dort entspannten wir uns an diesem Abend beim Fernsehen, denn morgen steht wieder eine lange Fahrt vor uns. zum Seitenanfang |
| 7. Tag: 13.5.2000, Meilenstand:
3.434 Früh morgens nach dem Aufstehen ging es auch schon wieder los. Erste Station: Einkauf bei Food Meyers in SLC. Dieser Supermarkt hatte bereits sehr früh auf und erstaunlich viele Leute waren auch bereits einkaufen. Die Einkaufkultur ist eben doch eine andere als bei uns. Die Fahrt ging in der Folge über die I-70 und die I-15 bis nach Green River, wo wir gegen Mittag eintrafen. Die Strecke bis dahin ist durchaus abwechslungsreich, wenn auch als sehr felsig zu bezeichnen. Nach dem Einchecken im Motel6 (dort trafen wir auch zwei deutsche Damen) fuhren wir weiter zum Arches National Park, der sich ca. eine halbe Autostunde entfernt befindet. Die Einfahrt in den Park war dank des National Park Passes überhaupt kein Problem und schon kurvten wir im Park herum umgeben von beeindruckenden Gesteinsformationen. Erster Punkt von Interesse war "the windows" - hier stehen gleich mehrere der Steinbögen herum die diesem Park seinen Namen gaben. Man kann hier eine sehr nette kleine Wanderung machen. Nächster Punkt: Delicate Arch - diesmal wollte ich es wissen und Eva-Maria und ich wanderten hoch bis zum Delicate Arch. Die Wanderung dauert etwa eine dreiviertel Stunde und kann im Sommer sehr heiß sein, da man die ganze Zeit in unbewaldetem Gebiet herummarschiert und das ganze auch noch bergauf. Oben angekommen wird man aber fürstlich entlohnt für die Mühe mit einem der schönsten Ausblicke der Welt, die man durchaus bereits als kitschig bezeichnen kann. Nach gelungenem Abstieg vom Delicate Arch fuhren wir weiter zum Landscape Arch, wo auch eine kleine Wanderung auf den Besucher wartet. Diese ist aber bei weitem nicht so lange und auch nicht so anstrengend. Leider ist es nicht mehr möglich bis ganz an den Arch heranzugehen, da er bereits als sehr einsturzgefährdet eingestuft wird. Somit waren die wichtigsten Punkte im Park abgehakt und fuhren wieder raus. Da noch Zeit war machten wir uns auf dem Weg zum Deadhorse Point, der im Canyonlands National Park liegt. Leider gilt dort der NPP nicht und so haben wir auf einen Besuch verzichtet. Die Fahrt bis dahin war aber trotzdem schön und sehenswert. Wieder im Motel angelangt, huldigten wir der Körperpflege und schließlich verspürten wir auch schon merklichen Hunger. Die Auswahl an Restaurants war nicht besonders groß in Green River und so landeten wir in einem Steakhouse, dass aber ganz gute Steaks auf die Welt brachte. Ziemlich voll verließen wir wieder das Lokal und legten gingen zu Bett. zum Seitenanfang |
| 8. Tag: 14.5.2000, Meilenstand:
3.867 Frühe Tagwache um 5:30 Uhr und um 7:00 Uhr waren wir bereits wieder "on the road". Die Fahrt führte ein kurzes Stück wieder zurück auf der Interstate, aber bereits nach wenigen Meilen bogen wir ab Richtung Capitol Reef National Park. Dort angekommen besuchten wir das Visitior Center um uns über den Park zu informieren. Leider brachten wir nicht genügend Zeit mit um die Sehenswürdigkeiten dieses Parks zu entdecken, denn diese befinden sich fast alle etwas entfernt und nur zu Fuß zu erreichen. Also fuhren wir weiter. Auf einer Passhöhe machten wir Halt und genossen die schöne Aussicht auf die Gegend, die hier besonders beeindruckend aussah. Weiter ging die Fahrt über den Grand Escalante Staircase, wo ich erstmals gewisse Bedenken hatte, was das Autofahren betrifft, denn rechts und links neben der Straße ging es gerade in eine Schlucht, doch es war dann doch halb so schlimm. Panne oder einen Unfall möchte ich hier trotzdem nicht haben. Mittags erreichten wir den Bryce Canyon, der wieder einmal so schön war, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Auch diesmal ließ ich es mir nicht entgehen und machte die Wanderung auf dem Hopi Trail, welcher ins Tal hinunterführt und auf der anderen Seite wieder hinauf. Beim Hinaufgehen merkt man jedenfalls ziemlich schnell, dass man sich in relativ größerer Meereshöhe befindet, denn die Luft geht einem hier gleich aus. Also einen Gang zurückschalten beim Wandern. Nachdem wir alles besichtigt hatten, fuhren wir weiter. Wir kamen zwar an der Abzweigung zum Zion National Park vorbei, allerdings wollte ich ihn kein drittes Mal besuchen und so fuhren wir weiter bis Kanab. Dort bekamen wir auch gleich ein schönes Zimmer im Motel, das außerdem über einen Pool verfügte. Dort hinein machten wir gleich mal einen Sprung bevor wir zur Pizza Hut fuhren um ein Abendessen zu bekommen. Nach dem Besuch bei Pizza Hut erledigten wir noch unsere Einkäufe und verbrachten den Abend im Motel. zum Seitenanfang |
| 9. Tag: 15.5.2000, Meilenstand:
4.154 Ungewöhnlich lange haben wir heute geschlafen - bis 7:30 Uhr, doch dann waren wir gleich aus den Federn und auch schon im Auto. Großes Tagesziel war der North Rim des Grand Canyon. Nach einer Stunde Fahrzeit kamen wir an eine Straßensperre, wo uns Feuerwehrleute aufhielten und uns erklärten, dass die Zufahrt zum North Rim gesperrt ist, weil heftige Waldbrände wüten. So ein Pech; jetzt mussten wir die ganze Wegstrecke wieder zurück um woanders hinfahren zu können. Wir entschieden uns gleich bis Las Vegas weiterzufahren. Die Fahrt vom Norden herein nach Las Vegas führt durch völlige Wüste, wo überhaupt nichts wächst - trostlose Gegend. Wie eine Fata Morgana erscheint dann Las Vegas am Horizont, die tatsächlich hier aus der Wüste gestampft wurde. Seit meinem letzten Besuch in der Glückspielmetropole sind auch schon wieder fünf Jahre ins Land gegangen. In so einem Zeitraum tut sich viel in Las Vegas. Tatsächlich war die Stadt wieder ziemlich verändert. Wir besuchten als erste Station das Visitor Center, wo es ein eigenes Hotelzimmertelefon gibt und man kann dort direkt ein Zimmer buchen. Wir bekamen recht günstige Zimmer im "Imperial Hotel" für einen Zimmerpreis von $ 59,--. Vorteil des Hotels: es liegt in der Mitte des Strip gleich umgeben von den Tophotels von Las Vegas. Gegenüber ist das "Mirage", daneben befinden sich das "Venetian" und das "Flamingo Hilton". Ein idealer Platz für die nächtlichen Erkundungstouren. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, legten wir uns zum Pool. Die Temperaturen waren so hoch, dass bereits aus den fix installierten Rohren oberhalb ein leichter Wasserfilm gesprüht wurde um die Anlage zu kühlen. Was für ein Kontrast - vor ein paar Tagen stapften wir noch im Schnee von Yellowstone herum und jetzt liegen wir in der glühenden Hitze von Nevada. Nach einem kleinen Schläfchen im Zimmer hatten schon alle Hunger und wir besuchten das Hotel Buffet für $ 9,50 pro Person. Für diesen Betrag kann man Essen und Trinken, was man wegbringt und das ist weniger als man glaubt. Das Buffet war beeindruckend angerichtet mit allen möglichen ethnischen Küchen der Staaten. Nach dem Essen war natürlich Besichtigung angesagt und wir zogen los. Zuerst zum "Venetian" - dieses Hotel ist der italienischen Lagunenstadt nachempfunden und wirklich sehenswert. Wir gingen weiter zum Treasure Island, wo wieder die spektakuläre Seeschlacht stattfand. Nächstes Hotel: Mirage - hier gibt es einen eigenen Zug vom Treasure Island zum Mirage - von dort ging es ins Ceasars Palace (eines meiner Lieblingshotels). Meine Eva-Maria war echt begeistert (das erste Mal auf dieser Reise). Die Tour dauerte ca. 3 Stunden. Dann wurde in unserem Hotel das Casino besucht, wo wir unser Glück an den Slotmachines versuchen wollten und siehe da, Eva-Maria hat gleich mal 40 Dollar gewonnen, die im Laufe des Abends aber wieder weniger wurden. Trotzdem beendeten wir diesen Abend mit einem Gewinn. Müde fielen wir um 2:00 Uhr ins Bett - glücklicherweise müssen wir morgen nicht so bald raus. zum Seitenanfang |
| 10. Tag: 16.5.2000 Was für ein Langschläfermorgen - wir hatten schon ein schlechtes Gewissen, weil wir bis 9:00 Uhr geschlafen haben. Doch als wir dann in die Lobby unseres Hotels kamen, sahen wir, dass wir noch zu den Frühaufstehern zu zählen waren - es war nicht viel los. Nur ein paar unverdrossene Spieler waren schon wieder an den Automaten. Wir holten unseren Wagen aus der Tiefgarage des Hotels und fuhren ein wenig herum um uns die Stadt anzusehen. Bei Tageslicht sieht alles ganz anders aus und überhaupt nicht aufregend. Wir kamen bei einem "Albertsons" vorbei, wo wir auch gleich einkehrten um unsere Vorräte wieder auf Vordermann zu bringen. Im Supermarkt kauften wir auch Kaffee und Donuts ein um zu frühstücken. Bequemerweise standen auch schon ein paar kleine Tische und Stühle bereit. Wir trafen dort auch einen Deutschen, der nach Las Vegas ausgewandert war, der uns eindringlich warnte, ja nicht in den Casinos zu spielen, weil man da nur verliert. Dieser Umstand war uns allerdings bekannt und da wir nicht spielanfällig waren, vermutlich auch kein großes Problem. Anscheinend hatte unser deutscher Freund da andere Erfahrungen gemacht. Jedenfalls sah er nicht so aus als ob er das große Los gezogen hätte. Unsere Autotour rund um Las Vegas ging weiter; wir erkundeten dabei auch die Gegend des Flughafens und fuhren den ganzen Strip ab um alle Hotels zu sehen. Nachmittag hauten wir uns ein wenig auf's Ohr und Mama, Eva-Maria und ich machten einen Rundgang auf dem Strip um einige Fotos von den schönsten Hotels zu machen. So verging der Nachmittag und schon wurde es wieder dunkel. Abendessen war wieder angesagt und wieder konnten wir der Versuchung "Buffet" nicht wiederstehen. Auch diesmal waren die Dollars gut angelegt. Wieder stand eine beeindruckende Fülle an Köstlichkeiten vor uns. Leider kann man nicht auf Vorrat essen. Verdauungsförderung war angesagt und auch heute schlenderten wir durch die Hotels am Strip um noch mehr von der Farbenpracht und Illusion zu sehen, für die Las Vegas berühmt ist. Nach der Rückkehr ins Hotel wurde wieder an den Automaten gespielt. Diesmal schien unsere Serie vom Vortag nicht zu kommen und schnell hatten wir 20 Dollar verloren. Eva-Maria wollte aber noch nicht aufhören (sollte der Deutsche doch Recht haben ...) und wechselte nochmals $ 20,-- aber gleich in Dollarmünzen. "Hopp oder Dropp" meinte sie und drückte mir $ 5,-- in die Hand. Beim dritten Dollar klingelte es bei mir und ich gewann $ 60,--; wir waren wieder im Plus. Schnell ließen wir uns diese Münzen auf kleinere wechseln um noch länger spielen zu können. Der Glücksfaden dürfte allerdings wieder gerissen sein, denn wir stiegen aus, als wir wieder auf Null-Gewinn standen - zumindest haben wir keinen Verlust gebaut; ist ja auch schon eine Leistung. Nachdem es schon wieder relativ spät war, gingen wir zu Bett, denn morgen mußten wir sehr zeitig wieder raus. zum Seitenanfang |
| 11. Tag: 17.5.2000, Meilenstand:
4.434 Um 6:00 Uhr sprangen wir aus den Federn und packten unsere sieben Zwetschken zusammen. Das Auschecken ging recht flott und so waren wir sehr schnell unterwegs. Erste Sehenswürdigkeit war der Hoover Dam, der den Lake Mead aufstaut. Eine grandiose Kulisse bietet dieses Bauwerk inmitten der Schlucht. Übrigens ist man ab da in Arizona, denn die Staatengrenze ist genau in der Mitte des Dammes. Über Kingman und Williams gelangten wir zum großartigen Höhepunkt des heutigen Tages: Grand Canyon National Park. Leider war uns ja der North Rim versagt geblieben, doch am South Rim klappte alles und auch das Wetter war in Ordnung. Wir wanderten ein Stück den Rim entlang und besuchten natürlich auch den Souvenir Shop. Um 14:00 Uhr waren wir allerdings alle schon wieder abfahrbereit. Nach einem kleinen Essen aus dem Kofferraum fuhren wir wieder los. Um ca. 15:30 Uhr waren wir in Flagstaff angelangt, wo wir eigentlich ursprünglich übernachten wollten, trotz meiner schlechten Erfahrungen in diesem Ort. Doch aufgrund der frühen Stunde entschlossen wir uns gleich noch etwas weiterzufahren. Etwa ein Autostunden östlich von Flagstaff befindet sich der Meteor Crater; ein großer Krater, den eine Metoer in diese wüstenähnliche Gegend geschlagen hat. Leider war der Eintritt dermaßen teuer, dass wir uns das erspart haben. Wir begnügten uns mit der Info am Eingang. Also wieder zurück auf den Freeway und weiter nach Osten. In Holbrook machten wir Halt und fanden ein Zimmer im Motel 6, dass verkehrstechnisch sehr günstig lag. Wir erledigten unsere Einkäufe bei Safeway und labten uns zum Abendessen bei Pizza Hut (wieder einmal). Der Vorteil der Pizza Hut Filialen ist der, dass man sich einmal eine Pizza kaufen muss und dann auf den Verpackungen immer tolle Gutscheine für weitere findet, die das ganze dann erschwinglich machen. Eigentlich ein geniales System. Den Abend verbrachten wir im Motel - wir waren alle ziemlich müde. zum Seitenanfang |
| 12. Tag: 18.5.2000, Meilenstand:
4.900 Tagwache 6:00 Uhr; nach dem Frühstück fuhren wir los zum Petrified Forest, der sich ganz in der Nähe von Holbrook befindet. Gleich am Eingang waren überall die Verbotsschilder zu lesen, auf denen stand, dass es nicht erlaubt ist Steine aus dem Park mitzunehmen. Einleuchtend, denn sonst wäre der Petrified Forest bald leergeräumt. Im Park befinden sich ziemlich am Ende der Parkstraße, die eigentlichen Sehenswürdigkeiten, nämlich die versteinerten Bäume. Auf einer Infotafel war zu lesen, dass die Bäume unter Luftabschluss in Stein umgewandelt wurden, da an die Stelle der Zellulose Silikateinlagerungen kamen. Jedenfalls ergibt das als Ergebnis einen echten Stein, der aussieht wie ein Baum. Ziemlich bizarr. Noch ein kleiner Tipp für alle etwaigen Besucher. Wenn man schon in Holbrook ist, dann sollte man gleich den Eingang im Süden nehmen, dann erspart man sich nämlich das hinein- und wieder herausfahren aus dem Park um zur Interstate zu kommen. Nach der Parkbesichtigung fuhren wir weiter Richtung Osten - wir hatten noch keine Ahnung wie weit wir heute kommen würden. Mal sehen wo es uns hinträgt. Vor Albuquerque fiel die Entscheidung, welche Richtung wir einschlagen werden. Wir fuhren nicht Richtung Texas, sondern Richtung Norden nach Santa Fe. Dort gelangten wir auch relativ bald ein. Dank unseres Gutscheinheftes fanden wir schnell eine kostengünstige Bleibe im Motel Ramada Limited. Nach zwei Stunden Entspannung im Motel machten wir uns auf Stadterkundungstour. In der Stadt herrschte helle Aufregung, denn zur Zeit wütete in der Nähe von Taos ein großer Waldbrand und hier in Santa Fe war die Kommandozentrale. Einige Fernsehstationen (u.a. CNN) waren mit eigenen Ü-Wagen vor Ort um alles zu dokumentieren. Sehr spannend alles. Die Stadt selbst ist sehr unauffällig und es fehlen die sonst in den amerikanischen Städten üblichen Hochhäuser. In Santa Fe hat man sich entschieden, so etwas nicht zu gestatten und so ist die Kirche das höchste Gebäude der Stadt. Viele der Bauten sind in diesem indianischen Pueblo-Stil gebaut, den man auch Adobe-Stil nennt. So ist fast die ganze Stadt in ockerfarben gehalten. Nach der Stadtbesichtigung verspürten alle bereits heftigen Hunger. Unsere Wahl fiel erstmals auf ein mexikanisches Restaurant, das wirklich hervorragendes Essen servierte, dass aber doch etwas scharf für manche Teilnehmer ausfiel. Der Bierkonsum schnellte in die Höhe um zu löschen. Dessen ungeachtet war das Essen wirklich delikat. Leider weiß ich den Namen des Restaurants nicht mehr. Den Abend verbrachten wir wieder im Motel; so lange Tagestouren schlauchen schon ganz schön und morgen müssen wir auch wieder früh raus. zum Seitenanfang |
| 13. Tag: 19.5.2000, Meilenstand:
5.237 Heute sind wir um 7:00 Uhr aufgestanden und um 8:00 Uhr abgefahren. Es steht uns heute eine lange Fahrt bevor. Die Fahrt führt uns weiter Richtung Norden. Nach zwei Stunden Fahrt machten wir erstmals Halt in einem kleinen Ort um einzukaufen. Unsere Vorräte waren fast aufgebraucht und mussten wieder aufgefüllt werden. Die Fahrt ging dann weiter und wir erreichten die Staatsgrenze zu Colorado. In dem kleinen Ort Trinidad machten wir Halt um unser Mittagessen einzunehmen. Hier gab es sogar ein Tourist Information Center, dass wir besuchten. Hauptattaktion des Ortes dürfte allerdings die kleine Bimmelbahn sein, die durch die Straßen fährt und die Touristen an die Sehenswürdigkeiten der Stadt heranführt. Nach dem Mittagessen auf dem Parkplatz ging es wieder weiter. Das bis dahin recht schöne Wetter verschlechterte sich zusehends und einige Meilen nach Trinidad begann es auch schon zu regnen. Schließlich erreichten wir Colorado Springs, wo wir uns auch gleich ein Motelzimmer suchen wollten. Leider war dies nicht so ohne weiteres möglich, denn alle Motels die wir ansteuerten waren ausgebucht. Grund: irgendeine Militärfeier stand an (es gibt da einen großen Luftwaffenstützpunkt) und alles war voll. Nach kurzer Beratschlagung entschieden wir uns doch weiterzufahren, da noch genügend Zeit war um ein paar Meilen zurückzulegen. wir verließen die Interstate für eine Abkürzung Richtung Limon. Die Fahrt über Land war recht interessant, den wir kamen durch viele kleine Orte und bekamen eine guten Eindruck vom Landleben in Colorado. Die Gegend änderte sich auch ziemlich dramatisch. Waren wir eben noch in leicht hügeligem Gebiet mit den ersten großen Bergen links von uns, so fuhren wir jetzt hinaus in die flache Prärie. Es sah schon sehr beeindruckend aus, wie sich die Berge der Rocky Mountains fast übergangslos aus der flachen Prärie erheben. In Limon angekommen ergatterten wir dann auch gleich ein Zimmer - völlig problemlos. Gegenüber des Motels befand sich ein Truck Stopp, den wir besuchten und uns den Shop ansahen. Den Rest des Abends verbrachten wir in unseren Zimmern im Motel. zum Seitenanfang |
| 14. Tag: 20.5.2000, Meilenstand:
5.625 Auch der heutige Tag sollte wiederum im Zeichen des Autos stehen. Wir durchquerten den Rest von Colorado und erreichten die Grenze zu Kansas. Gleich nach der Grenze folgte wieder der obligate Stopp beim Tourist Information Center. Hier waren einige sehr nette Damen beschäftigt, die uns über die Sehenswürdigkeiten dieses Bundesstaates aufklärten. Man empfahl uns dringend zumindest Abilene zu besuchen, wozu wir uns auch dann entschlossen haben. Die Gegend rund um uns war sanft hügelig und geprägt von Landwirtschaft. Die Landschaft erinnerte doch sehr stark auch an die bereits zu Beginn besuchten Bundesstaaten wie South Dakota und Minnesota. Ich verstehe eigentlich gar nicht, warum die Touristenbusse hier nicht durchkommen, denn auch diese Bundesstaaten haben einen gewissen Reiz. Besonders auffallend ist der Unterschied bei den Leuten. Die Menschen hier sind sehr freundlich und hilfsbereit (das sind die anderen Amerikaner auch), aber bei weitem nicht so oberflächlich wie beispielsweise im Westen und in den Städten. Wahrscheinlich nennt man deshalb diese Staaten - "the heartland of USA". Am Nachmittag erreichten wir besagte Stadt Abilene und quartierten uns im Super8-Motel ein (mit dem wir immer sehr gute Erfahrungen gemacht haben). Die Stadt selbst birgt zwei Hauptattraktionen: zum einen den alten Bahnhof, da Abilene für eine gewisse Zeit der Hauptumschlagplatz für Rinder in den Osten war. Hier wurden laut Information mehrere Millionen Rinder in die Züge verladen. Zum anderen hat diese Stadt einen großen Sohn hervorgebracht, nämlich den Präsidenten Eisenhower, dem hier bei seinem Haus ein Denkmal und noch so einiges gestiftet wurde. Die ganze Anlage ist sehr schön und lädt zum entspannen ein. Das Geburtshaus von Dwight Eisenhower ist eher klein und kann auch besichtigt werden. Nach der Besichtigungstour plagte uns schon wieder Kohldampf. Glücklicherweise verfügte die Stadt neben den Sehenswürdigkeiten auch über einen großen Supermarkt, wo wir unsere Bedürfnisse stillen konnten. In meinen anderen Berichten habe ich ja schon erwähnt, welche Erfahrungen ich bereits mit Eisenbahnen in Ortsgebieten gemacht habe. Auch diesmal hatte ich diesbezüglich ein eher mulmiges Gefühl. Ich sollte Recht behalten, allerdings war die Belästigung in der Nacht in noch erträglichem Rahmen, da das Motel doch relativ abseits lag. Ich frage mich nur wie das die Leute neben der Bahnstrecke aushalten. Entweder die sind alle taub oder man gewöhnt sich dran (was ich mir ehrlich gesagt nicht so recht vorstellen kann). zum Seitenanfang |
| 15. Tag: 21.5.2000, Meilenstand:
5.985 Heute kamen wir erst um 8:30 Uhr vom Motel weg. Erstes Ziel dieses heutigen Tages ist die Hauptstadt von Kansas - Topeka. Die Stadt selbst ist nicht allzu groß; unser eigentliches Ziel liegt im Süden der Stadt - das Combat Air Museum. Dieses Kriegsflugzeugemuseum befindet sich auf dem Gelände eines Luftwaffenstützpunktes, auf dem wir uns gleich einmal verfahren haben. Schließlich wurden wir jedoch fündig. Großer Andrang herrschte nicht gerade im Museum - wir waren die einzigen Besucher zu diesem Zeitpunkt - vielleicht war es auch noch zu früh. Der Mann an der Kasse war hocherfreut Österreicher begrüßen zu können - er meinte, dass noch nicht viele hier gewesen waren. Jedenfalls gab es eine Tafel mit allen Ländern der Welt, wo die Besucher im Herkunftsland eine Stecknadel setzen konnten. Bei Österreich waren da noch kaum Nadeln zu sehen. Das Museum selbst beinhaltet jede Menge alter Kampfflugzeuge aus dem zweiten Weltkrieg und später. Es ist schon recht interessant mit welchen Kisten man damals herumgeflogen ist. Alles sieht eher sehr antiquiert aus. Besonders interessant waren auch die altern Helicopter. Einige der Flugzeuge konnte man auch besteigen um sie von innen zu besichtigen. Neben den ausgestellten Flugzeugen sieht man auch jede Menge Bildmaterial über die Kriegswirtschaft in den USA während des zweiten Weltkrieges. Das Museum ist wirklich ganz interessant für alle, die sich für die Fliegerei interessieren. Wer in der Gegend ist und Zeit hat sollte sich das Museum jedenfalls ansehen. Unsere Fahrt ging weiter und wir erreichten am frühen Nachmittag Kansas City. Der Name täuscht etwas, denn der größere Teil von Kansas City liegt nicht in Kansas sondern in Missouri. Wir bezogen ein Motel in der Nähe des Football Stadions und begaben uns auf Entdeckungsreise. Im Visitor Center erfuhren wir, dass es Trolley Fahrten durch die Stadt gibt und man bei jeder Station aussteigen kann und wieder zusteigen wie man will. Wir suchten uns eine Zusteigemöglichkeit, die sich in einem kleinen Shoppingviertel befand. Der Trolley ließ auch nicht lange auf sich warten. Wir wurden durch die ganze Stadt chauffiert, besichtigten dabei einige sehenswerte Museen von außen sowie den ehemaligen Hauptbahnhof, der jetzt als Hotel dient, aber noch immer eine große Eingangshalle aufweist. Sehr beeindruckend. Insgesamt hat uns Kansas City recht gut gefallen. Eine Großstadt mit einem gewissen Charme. Wieder bei unserem Ausgangspunkt angekommen, bummelten wir noch auf der Shoppingmeile herum, auf der es aber außer dem obligaten Kitsch nicht viel zu kaufen gab. Nach einem abschließenden Eis fuhren wir zurück ins Motel wo wir uns entspannten, noch einige Einkäufe im nahegelegenen Supermarkt erledigten und alsbald zu Bett gingen. zum Seitenanfang |
| 16. Tag: 22.5.2000, Meilenstand:
6.166 Den heutigen Tag werden wir in Missouri verbringen. Wir fuhren am Morgen ab aus Kansas City, das uns sehr sympathisch in Erinnerung bleiben wird. Bei Columbia fuhren wir nicht geradeaus weiter, sondern nahmen die Abzweigung Richtung Jefferson City, der Hauptstadt von Missouri. Die Stadt liegt auch am gleichnamigen Fluss ist wirklich nur als Regierungssitz zu sehen. Die Stadt ist nicht ausgesprochen groß, weist aber auch ein gewisses Flair auf. Besonders schön ist das Regierungsviertel mit dem mächtigen Kapitol. Nach einer Stadtrundfahrt beschlossen wir entlang des Missouri zu fahren um die ländliche Gegend etwas zu entdecken. Wenn man ständig auf dem Highway fährt, dann verpasst man ja die besten Sachen. Die Umgebung wurde sehr hügelig und durch die vielen Kurven auch zur Belastungsprobe für die Magengegend. Zu unserer Überraschung stellten wir fest, dass im Missouri?Tal Wein angebaut wird. Davon habe ich noch nie gehört. Durch ein Hinweisschild fanden wir auch eine größere Weinkellerei mit deutschem Namen und Ambiente wo wir einkehrten. Dort mussten wir jedoch feststellen, dass die Nachfahren dieser deutschen Siedler keinen Piep mehr Deutsch konnten. Dafür waren die Weine, die wir verkosteten nicht schlecht und ich kaufte ein paar Flaschen. Leider ist die Degustation nicht ganz so lustig wie bei uns; es ist eher alles ein wenig steif aufgebaut. Nachdem wir uns sattgesehen haben fuhren wir weiter. Nach einiger Zeit erreichten wir auch schon die Stadtgrenze von St. Louis. Hauptattraktion dieser Stadt ist der Gateway Arch; ein riesiger Stahlbetonbogen der am Ufer des Mississippi steht und den Weg in den Westen weisen soll. Wir parkten in der Nähe des Gateway Arch und wanderten durch den umgebenden Park zum Eingang. Im Foyer kauft man sich dann die Eintrittskarten und fährt mit einem sehr eigenwilligen Aufzug hinauf. Platzangst sollte man allerdings in den kleinen Kabinen keine haben. Oben angekommen wird man aber gleich durch eine tolle Aussicht über St. Louis, den Mississippi und das angrenzende Illinois entschädigt. Wer hier her kommt, muss da einfach rauf. Allerdings bietet die oberste Aussichtsplattform nur beschränkten Platz. Nachdem wir wieder sicheren Boden unter den Füßen hatten, besuchten wir auch noch eine Ausstellung im angrenzenden Museum, dass sich mit der Eroberung des Westens beschäftigt. Allerdings in einer etwas verklärten amerikanischen Version. So eitel Wonne war es ja dann wohl auch nicht. Wir beendeten unseren Besuch in St. Louis mit einer kleinen Fahrt durch die Stadt. Wir überquerten den Mississippi und gelangten nach Illinois. Wir fuhren noch bis Collinsville weiter, wo wir im Motel 6 einkehrten und uns ein Zimmer nahmen. Unsere Vorräte waren schon fast aufgebraucht und so machten wir uns auf die Suche nach einem Supermarkt, der sich aber etwas abseits befand. Wir irrten ziemlich herum bis wir ihn fanden. Nachdem unsere Einkäufe erledigt waren, fuhren wir zurück ins Motel. Doch vorher stoppten wir noch bei einem Pizza Hut (mittlerweile eine unserer Lieblingsstätten) und genossen nochmals eine amerikanische Pizza mit Salat. Draußen hatte es sich mittlerweile ziemlich verzogen und es begann ein sehr heftiger Regen. Ich rannte zum Wagen um mit dem Auto vorzufahren, damit wenigstens nicht alle total nass wurden. Im Motel angekommen verbrachten wir den restlichen Abend dort. zum Seitenanfang |
| 17. Tag: 23.5.2000, Meilenstand:
6.493 Heute haben wir einmal ordentlich ausgepennt und sind erst spät losgefahren. Unser erstes Ziel ist die Hauptstadt von Illinois (nein, nicht Chicago) nämlich Springfield. Eine sehr nette Stadt mit einem mächtigen Kapitol und einer weiteren Sehenswürdigkeit, die wir heute besuchen wollten. In Springfield lebte nämlich lange der amerikanische Präsident Lincoln, ehe er nach Washington ging. Er war dort als Jurist tätig und wohnte in einem kleinen Haus in der nobleren Gegend von Springfield. Rund um das Haus ist ein Bereich entstanden, wo alles noch so belassen bzw. hergestellt wurde, wie damals. Die Führungen im Haus der Lincolns sind gratis und finden alle 30 Minuten statt. Man muss sich nur eine Eintrittskarte im Büro abholen. Wir hatten Glück, denn in der Mittagszeit wollten nicht sehr viele das Haus besichtigen und so waren wir nur eine kleine Truppe. Das Haus selbst ist natürlich auch original eingerichtet und man bekommt einen schönen Eindruck von der Lebensweise zu dieser Zeit. Besonders interessant fand ich den Rasierspiegel, der laut Auskunft der Führerin in Originalhöhe hing. Demzufolge musste Präsident Lincoln wohl ein großgewachsener Mensch gewesen sein. Auch die Küche erregte mein Interesse (nicht nur aus kulinarischen Gesichtspunkten) wegen des historischen Ofens, der sich darin befand. Ich kann mir schwerlich vorstellen wie man auf diesem kleinen Ofen für mehrere Leute kochen soll. Nach der Haustour besuchten wir pflichtgemäß den Souvenirladen, den wir allerdings ohne Einkäufe wieder verließen. Die Fahrt führte uns in der Folge in den Osten dieses Bundesstaates - nach Decatur. Beim Einchecken im Motel erste Überraschung: der Besitzer des Motels (ein Inder) hatte einige Zeit in Österreich gelebt und so führte ich ein fast halbstündiges Schwätzchen mit ihm über die schöne Zeit in Österreich. Er kannte sogar die Gegend aus der wir kommen. Am späteren Nachmittag fuhren wir noch in das Umland von Decatur, da hier einige Amish People leben und wir sehr gespannt auf die Lebensart waren. Die Amish ließen sich auch wirklich nicht lumpen und waren alsbald samt Pferdekutschen und Arbeitskleidung zu sehen. Höhepunkt dieses Ausfluges war der Einkauf in einem Shop mit Amish-Produkten. Der Laden war sehr niedrig mit einem eigenartigen Licht. Bei genauerer Betrachtung fiel uns auf, dass es hier noch Gaslicht gibt. Wir kauften einige Produkte und bestaunten das Ambiente. So muß es wohl auch vor 150 Jahren bei uns gewesen sein. Die gekauften Sachen waren übrigens sehr gut. Vor dem Geschäft das übliche Bild. Neben unserem Wagen hatten sich ein paar der schwarzen Kutschen eingeparkt incl. Pferd. Wo findet man sowas heute noch. Mein Vater war ganz begeistert. Am Abend fuhren wir wieder zurück zum Motel. Gegenüber befand sich ein Shopping Center und im nahegelegenen Fast-Food-Lokal wurde der Hunger gestillt. Der Abend war somit gerettet. zum Seitenanfang |
| 18. Tag: 24.5.2000, Meilenstand:
6.722 Je näher wir wieder dem Abflug kommen umso später stehen wir auf. So auch heute. Nach den üblichen Morgenerledigungen ging die Fahrt quer durch Illinois nach Peoria. Dort wollten wir das "Wheeles O'Times - Museum" besuchen. Wir kamen leider um eine halbe Stunde zu früh dort an und streunten zwischenzeitig um das Museum herum. Das Museum wird von pensionierten Ingeneuren betreut und betrieben, die sich um die liebevoll zusammengesuchten Autos, Traktoren, Züge, Feuerwehrautos, Maschinen, etc. (also alles was Räder hat) kümmern. In einem angrenzenden Gebäude fanden wir schließlich einen älteren Herren, der gerade an einem wahrscheinlich gleich alten Traktor herumschraubte. Er klärte uns darüber auf, dass das Museum erst in einer halben Stunde öffnet. Er war jedoch bereit für uns eine kleine Sonderführung im Außenbereich zu machen. Dort besichtigten wir Traktoren von der ersten Stunde bis in die Neuzeit sowie etliche andere landwirtschaftliche Geräte. Ebenfalls besichtigt wurde die Lokomotive samt dazugehöriger Waggons, die anscheinend alle aus dem vorigen Jahrhundert stammen, jedoch fahrtüchtig sind (so die Auskunft unseres Begleiters). Nach besagter halber Stunde tat sich dann wirklich was beim Museum. Ein weiterer älterer Herr erschien auf der Bildfläche und begleitete uns ins eigentliche Museum. Dort bezahlten wir unseren Eintritt und scharfsinnig erkannte er, dass wir keine Amerikaner waren. Er war sehr darüber erfreut, Österreich als Gäste begrüßen zu können. Während wir das Museum besichtigten, informierte er offensichtlich ein paar Kumpels deutscher Abstammung, die schlussendlich auch alle kamen um uns in Augenschein zu nehmen. Es kommt offensichtlich nicht so oft vor, dass Österreicher oder Deutsche hier aufkreuzen. Die Herren hatten tatsächlich alle deutsche Namen - Gebauer, Huber, etc. - leider mit der deutschen Sprache hat es nicht mehr so geklappt, denn die meisten sind schon in den USA aufgewachsen und nur mehr die Eltern sprachen deutsch. Das Museum selbst ist jedenfalls sehenswert. Hier stehen die amerikanischen Träume von Autos nur so herum. Einer neben dem anderen. Alle fahrtüchtig und bestens in Schuss. Besonders interessant ist auch die Ausstellung von Funktionsräumen aus früheren Zeiten. V.a. die Küche war besonders lustig für uns. Nachmittags verließen wir dann wieder das Museum, nachdem sich alle ehemaligen Deutschen bei uns herzlichst verabschiedet hatten. Die Fahrt ging weiter Richtung Chicago, allerdings wollten wir nicht direkt in Chicago übernachten. So hielten wir vorher in Joliet um uns ein Zimmer zu suchen. Das war auch sehr leicht gefunden und auch sehr schön. Wir gönnten uns ein paar Stunden Entspannung bevor sich der Hunger meldete. Wir wollten nicht mehr Reiseproviant kaufen, da wir morgen ja schon abfliegen. Also entschieden wir uns dafür heute nochmals in einem Restaurant ordentliche Steaks zu verdrücken. Auf Empfehlung der Rezeption suchten wir das Steakhouse und bekamen dort wirklich ausgezeichnete Steaks zu essen. Ein gelungener Abschluss vor der letzten Nacht. Wir kehrten zurück ins Motel und gingen ins Bett. zum Seitenanfang |
| 19. Tag: 25.5.2000, Meilenstand:
6.988 Heute haben wir wirklich lange ausgeschlafen. Letzte Tage sind immer ein wenig blöd, denn es zahlt sich meist nicht aus noch irgendwas besonderes zu machen, da man schon ständig auf dem Sprung ist, das Auto zurückzugeben und zum Flughafen zu kommen. So auch in unserem Fall. Um etwa halb elf sind wir dann vom Motel abgefahren und sind wirklich Richtung Chicago gezuckelt. Dabei haben wir uns noch ein paar Vorortesiedlungen angesehen bevor wir endgültig auf den Freeway aufgefahren sind. Als erstes stand die Rückgabe des Wagens auf dem Programm. Dank der guten Beschreibung von Hertz haben wir die Ausfahrt problemlos gefunden und das Wagen zurückgeben funktioniert problemlos. Man hat ganz schön einen Stress beim retournieren, denn kaum hat man angehalten, steht auch schon der Herr von der Rückgabe da mit seinem Funkkästchen, liest die Meilen ab, beäugt kritisch das Auto, stellt fest, dass man schon alles bezahlt hat und wünscht einem einen guten Tag - alles noch bevor man die Gurten lösen konnte. Dann bricht die Hektik aus - alles aus dem Kofferraum und in alle Ablagen geschaut sowie unter die Sitze (es könnte sich ja noch eine Bierdose versteckt haben). Sprint zum bereitstehenden Shuttlebus - einspringen und losfahren zum Terminal. Der Chicagoer Flughafen ist der erwähnte Wahnsinn - 5 Terminals; jeder in der Größe eines ganzen Flughafens und bestens organisiert. Dort verbrachten wir unsere letzten Stunden vor dem Abflug. Während wir mit dem Flugzeug zur Rollbahn fuhren, mussten wir einmal halten und das genau auf einer Brücke die über den Freeway führt. Sah sehr lustig aus, die Autos unter unseren Füßen. Beim Hochziehen drehte das Flugzeug dankenswerterweise eine schöne Schleife, so dass man Chicago nochmals in der abendlichen Sonne in voller Pracht bewundern konnte. Wie sagt Arnie immer: "I'll be back" zum Seitenanfang |